Vortrag "mastzellassoziierte Erkrankungen und Fatigue" auf der ME/CFS-Fachtagung des Fatigatio e.V.

Herr Dr. med. Thomas Buttgereit, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité Berlin, hat auf der ME/CFS-Fachtagung des Fatigatio e.V. einen sehr interessanten Vortrag über das Thema „mastzellassoziierte Erkrankungen und Fatigue“ gehalten, der hier angeschaut werden kann.

Hinweis: Die Kapatzitäten von Herrn Dr. med. Thomas Buttgereit in Bezug auf die Aufnahme neuer MCAD-Patienten sind zur Zeit zu seinem eigenen Bedauern leider vollkommen ausgelastet, sodass er momentan keine neuen MCAD-Patienten mehr aufnehmen kann.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PGRpdiBjbGFzcz0iX2JybGJzLWZsdWlkLXdpZHRoLXZpZGVvLXdyYXBwZXIiPjxwPjxpZnJhbWUgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9kb0lVX3VHU183byIgd2lkdGg9IjU2MCIgaGVpZ2h0PSIzMTUiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW49ImFsbG93ZnVsbHNjcmVlbiI+PC9pZnJhbWU+PC9wPjwvZGl2Pg==
Covid-19 und das Mastzellaktivierungssyndrom - Gibt es Zusammenhänge?

Dieser interessanten Frage gehen die drei „Mastzellforscher“ Dr. Lawrence B. Afrin, Dr. Leonard B. Weinstock und Dr. Gerhard J. Molderings in ihrer neuesten Veröffentlichung vom 10.09.2020 nach. Ihr Fazit: Dysfunktionelle Mastzellen könnten für den abnormalen Zytokinstrurm bei Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen verantwortlich sein.

Hier der Link zur Veröffentlichung:

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1201971220307323?fbclid=IwAR1PZDneoCmy-KIAeJfWfxRoZVAf_tjw9-TGq1IPM1sQ7WbjTzB5b4AvRs8

FAQ zur Magellan-Studie

In den letzten Wochen haben uns viele Fragen zu unserer MCAS-KI-Studie in Zusammenarbeit mit dem ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung der FOM Hochschule Düsseldorf, der Charité Berlin und der RWTH Aaachen erreicht. Wir haben die Antworten auf die meistgestellten Fragen für Sie zusammengestellt. Hier geht’s zum Download:

Magellan Studie FAQ

Interview mit dem MCAS-KI-Studien-Initiator Prof. Dr. Buchkremer

MCAS Hope e.V.: Herr Prof. Buchkremer, erst einmal vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Haben Sie Lust, uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang zu erzählen?

Herr Prof. Buchkremer: Gern.

Schon sehr früh haben mich die Chemie im Körper, die Entstehung von Krankheiten und das Altern interessiert. Daher studierte ich Chemie mit den Schwerpunkten Biochemie und Quantenchemie an der Ruhr-Universität in Bochum (RUB). Fasziniert von der Kombination Medizin/Computer bewarb ich mich anschließend an der State University of New York in Binghamton um ein Stipendium bei Professor Brinker. Er bot mir die Möglichkeit, reaktive Zwischenstufen (sog. freie Radikale) innerhalb von Enzymmodellen zu berechnen und im Labor zu generieren.

Das waren eigentlich die Basiselemente für meinen beruflichen Werdegang: Der Computer, die Naturwissenschaften, die Lehre und die Forschung.

MACS Hope e.V.: Nun sind Sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt! Hatten Sie Pläne, in den USA zu bleiben?

Herr Prof. Buchkremer: Ja, die hatte ich. Meine berufliche Entwicklung verlief nicht so, wie ich es beabsichtigt hatte. Eine Einladung an die UCLA von Professor Donald J. Cram konnte ich nicht annehmen, da bürokratische Gründe dagegensprachen, aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück in Deutschland war ich zunächst arbeitslos. Die Empfehlungen des Arbeits- bzw. Sozialamts sagten mir nicht zu, denn ich wollte nicht als Reinigungskraft in Parks oder als Hilfskraft auf dem Bau arbeiten (obwohl ich es eine Weile gemacht hatte).

Ich gründete ein Unternehmen und startete mit dem Firmensitz in meinem ehemaligen Kinderzimmer in der Wohnung meiner Eltern. Das Unternehmen nannte sich RIV (Research und Informationsvermittlung).

MCAS Hope e.V.: Das ist kaum zu glauben. Wie ging es dann weiter?

Ich setze Fähigkeiten ein, die ich in New York kennengelernt hatte. Mit dem Computer konnte ich das weltweit verfügbare Wissen mit Künstlicher Intelligenz durchsuchen. Argwöhnische Zeitgenossen bezeichneten mich als „Hacker“. Ich achtete jedoch stets darauf, dass alles legal und ethisch vertretbar bleibt.

Nach zwei Jahren überredete mich ein Healthcare-Großunternehmen, die Tätigkeit exklusiv für das Unternehmen weiter zu führen – gleich als Abteilungsleiter – unterstützt durch weitere 20 „Hacker“.  Der Hauptfokus lag auf der Suche nach medizinischen Informationen: Patente, Literatur, Gesetzestexte und Richtlinien.

MCAS Hope e.V.: Wie sind Sie dazu gekommen, Ihre Kenntnisse über die künstliche Intelligenz mit medizinisch ungeklärten Fragen auch privat einzusetzen?

Herr Prof. Buchkremer:  Alles begann mit einem Problem in meinem privaten Umfeld. Mein Cousin erkrankte plötzlich schwer und die Ärztinnen und Ärzte gaben ihm keine fünf Jahre mehr. Er war gerade erst 30 und wollte nicht akzeptieren, dass es keine medizinische Lösung für ihn gibt.

Mit der Unterstützung des Hausarztes und durch den Einsatz von KI konnten wir eine Lösung finden. Tatsächlich schickten wir ihn zu einer Operation in die Vereinigten Staaten von Amerika und dort wurde seine komplette Aorta ausgetauscht. Während der sehr aufwendigen OP war ich in telefonischem Kontakt mit dem Chefarzt, Dr. Charles Acher.

Das ist nun fast 30 Jahre her und mein Cousin erfreut sich bis heute bester Gesundheit. Das war mein erster „Fall“ und ich setzte bereits KI ein.

MCAS Hope e.V.: Können Sie uns den Bereich der KI etwas näher erklären? Was ist so besonders daran? Wir sind ja alle keine IT-Experten.

Herr Prof. Buchkremer:  Mit KI bezeichnen wir kognitive Fähigkeiten, die wir bei Ausübung exklusiv den Menschen zuordnen. Diese Fähigkeiten beschreiben wir mit „künstlich“, sobald sie nicht von Menschen ausgeübt wird. In diesem Fall ist es das „Lesen“, das zur Intelligenz führt.

Schon damals wurde derart viel veröffentlicht, dass normale Menschen das nicht mehr lesen und verarbeiten können. In der Fachsprache bezeichnen wir diese KI-Technik mit NLP, das steht für „Natural Language Processing“.

MCAS Hope e.V.: Es gab also damals schon KI? Aus den Medien gewinne ich den Eindruck, dass es sich bei KI um etwas Modernes handelt, das es erst seit ein paar Jahren gibt.

Herr Prof. Buchkremer: Nein – KI war schon viel früher populär. Alan Turing, ein Wissenschaftler, nach dem der „Nobelpreis für IT“ („Turing Award“) benannt ist, wurde dadurch in den 30er Jahren berühmt.

Die Besonderheiten der Sprache und des Lesens wurden durch Ramon Llull im zwölften Jahrhundert beschrieben. Er warnte, dass Menschen besonders vorsichtig sein sollten, wenn ihr Gegenüber eine „eigene“ Sprache verwendet.

Wenn ich medizinische oder naturwissenschaftliche Informationen verstehen möchte, muss ich die besondere Sprache verstehen und damit das vorhandene Wissen durchsuchen. Das ist aber häufig die Suche nach der so genannten Nadel im Heuhaufen. Nehmen wir MCAS: Allein in diesem Jahr sind mehr als 1.000 wissenschaftliche Fachartikel über Mastzellen erschienen.

MCAS Hope e.V.: Vielen Dank für Ihre bisherigen Antworten. Sie haben einmal gesagt, dass es ihr „Hobby“ ist, schwer erkrankten Menschen zu helfen. Wie ist es zu diesem ungewöhnlichen Hobby gekommen?

Herr Prof. Buchkremer: Das ist eine gute Frage. Es ist meine Neugier, an ungelösten bzw. unlösbar erscheinenden Rätseln zu arbeiten und der Wille bzw. der Wunsch, kranken Menschen zu helfen, gerade wenn die Krankheit als unheilbar gilt.

Anfänglich tat ich dies nur für gute Freunde und Angehörige, aber es hatte sich herumgesprochen und ich bekam immer mehr Anfragen mit unglaublichen medizinischen Rätseln. Ich konnte viele lösen, auch wenn es ausweglos erschien. Ich musste mich aber auch beruflich weiterentwickeln, denn für private medizinische Recherchen wollte ich kein Geld annehmen. Zwischendurch habe ich verzweifelten Menschen aber immer wieder geholfen, so dass es sich zu einem „Hobby“ entwickelte – ein Hobby deshalb, weil ich sehr gerne mache.

Seit ein paar Monaten habe ich wieder intensiver mit meinem Hobby begonnen, denn auch die KI hat sich weiterentwickelt und es gehört inzwischen zu meinem Beruf. Die heutigen Möglichkeiten durch „Big Data“ sind erstaunlich und faszinierend zugleich. Daher versuchte ich, aus meinem privaten Umfeld eine Handvoll ungelöster Fälle zu bearbeiten. Ich suchte in meiner Freizeit auch bei „Researchgate“, eine Art „Facebook“ für die Wissenschaft, nach unlösbaren Rätseln. Über Umwege bin ich bei MCAS Hope gelandet und freue mich sehr darüber.

MCAS Hope e.V.: Was ist aus dem Kontakt zur UCLA und zur „Bighamton University“ in New York geworden?

Herr Prof. Buchkremer: Ich pflege immer noch sehr gute Kontakte zu Professor Brinker. Ein weiterer Kollege aus der damaligen Zeit, mit dem ich vier Jahre lang Tür an Tür gearbeitet habe, Stanley Whittingham, hat im Jahr 2019 den Nobelpreis für Chemie bekommen. Er ist der Erfinder der Lithium-Ionen-Batterie. Ein wenig bin ich stolz darauf, dass ich in Binghamton arbeiten durfte und die Computer-Kenntnisse wende ich heute noch an. Den Bezug zur Medizin habe ich auch nicht verloren – zum Glück unterstützt mich die FOM bei meinen Vorhaben.

MCAS Hope e.V.:  Wie sind Sie denn zur FOM gekommen und welche Tätigkeit üben Sie dort aus?

Prof. Buchkremer: Wie so schön gesagt wird, flog ich in dem Healthcare-Konzern die Treppe hinauf und war nach relativ kurzer Zeit für die gesamte IT im Unternehmen verantwortlich. Mein Leben war geprägt durch Besprechungen und Flugreisen, aber ich verlor nie den Draht zur Forschung. Zwei Jahre lang arbeitete ich an der Universität von St. Gallen und später auch als Professor an der HTW Chur an der italienischen Grenze zur Schweiz.

Ich bekam einen Ruf von der FOM Hochschule für Oekonomie und Management nach Essen und damit ging es wieder zurück in meine Heimat. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets und mir bedeutet die Nähe zu Verwandten und Freunden sehr viel. Insbesondere in den USA vermisste ich die Kontakte sehr.

Und an der FOM bin ich nun seit etwa zehn Jahren in der Lehre und in der Forschung aktiv. Seit etwa drei Jahren geht beides los, wie eine Rakete. Inzwischen sind wir etwa 50 Personen im ifid-Institut und unser Hauptforschungsgebiet ist die Künstliche Intelligenz. Gemessen an Fachpublikationen gehören wir nach meiner Einschätzung bereits zu den erfolgreichsten KI-Instituten weltweit.

Es fehlte aber noch der Bezug zur Medizin. Daher suchte ich Kontakte zu Kliniken. Über die Patienten klappte das dann auch. Der Vorschlag, die Ärzte Dr. Panse und Dr. Siebenhaar ins Boot zu holen, stammt vom MCAS Hope e. V.

MCAS Hope e.V.:  Haben Sie schon Ärzte getroffen, die Ihnen und Ihrer Arbeit gegenüber ablehnend oder skeptisch waren? – denn ggfs. kommen Sie ja schneller zu einem Ergebnis als ein Arzt.

Prof. Buchkremer: Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keine ärztlichen Ratschläge gebe. Die Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten ist elementar wichtig.

Insgesamt betrachtet, erfahre ich selten Ablehnung, sondern eher Ignoranz. Viele Medizinerinnen und Mediziner sagen, dass sie es toll finden, was ich mache, aber die meisten möchten nicht wirklich wissen, wie es geht. Es sind die Patienten, denen ich helfen möchte und die ermuntern die Ärzte oder wechseln sie, falls sie nicht kooperieren möchten.

MCAS Hope e.V.:  Zu den positiven Fällen zählt auch die Zusammenarbeit mit MCAS Hope, richtig?

Prof. Buchkremer: Oh ja, MCAS Hope ist eine besondere Herausforderung, weil wir hier eine ganze Patientengruppe haben. Und ich wollte immer schon ein Team bilden. Ich bin daher sehr erfreut über die Zusammensetzung unseres Teams. Mit Herrn Dr. Panse von der Uniklinik RWTH Aachen und Herrn Dr. Siebenhaar von der Charité ist es Ihnen gelungen, nicht nur ausgezeichnete Mediziner mit in die Magellan Studie einzubeziehen, sondern es ist phantastisch, wie aufgeschlossen sie gegenüber der Unterstützung durch KI sind. So ergänzen wir uns perfekt. Und wir haben nicht nur eine/n Patient/in, sondern sehr viele mit ähnlichen Symptomen.
Ich hatte schon einmal auf LinkedIn gepostet: „ich empfinde dieses Projekt, die Magellan-Studie, als einzigartig in Deutschland und bin davon überzeugt, dass………… „

MCAS Hope e.V.: Erlauben Sie mir bitte noch eine letzte Frage. Was hat Sie dazu bewegt, den MCAS Hope e.V. mit all Ihrem Wissen und dem Ihrer Studenten, über einen langen Zeitraum begleiten und unterstützen zu wollen?

Prof. Buchkremer: Für meinen Unterricht im Master-Studiengang „Big Data & Business Analytics“ an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management suchte ich gerade nach einem Projekt für ein Big-Data-Praxisseminar. Da kam die Anfrage gerade recht.

Nachdem ich mich eingehender mit MCAS beschäftigt hatte, erkannte ich eine enorme Herausforderung. Die Tatsache, dass viele PatientInnen und Patienten extrem unter dieser Krankheit leiden, spornt mich an, nach Lösungen zu suchen.

Inzwischen habe ich erkannt, dass MCAS äußerst komplex ist. So komplex, dass wir es nicht in kurzer Zeit lösen werden. Daher möchten wir ein langfristiges Projekt daraus machen und Dr. Panse und Dr. Siebenhaar sehen das ähnlich.

Aktuell sind wir dabei, eine Big-Data-MCAS-Patientendatenbank zu erstellen, natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen Datenschutz- und Ethikvorgaben. Sowohl für die Diagnose als auch für die Therapie suchen wir nach differenzierteren Lösungen.

Und vielleicht finden wir neue Erkenntnisse, die wir dann publizieren können, denn das ist ein weiteres Hobby, welches damals in New York begann. Meine damaligen Forschungsergebnisse wurden in einer sehr angesehenen Fachzeitschrift veröffentlicht. Seit etwa drei Jahren publiziere ich wieder und ich bin auf einem guten Weg, an die damaligen Erfolge anknüpfen zu können, vielleicht demnächst auch mit MCAS Hope.

MACS Hope e.V.: Vielen Dank! Wir freuen uns riesig, dass Sie uns so unheimlich helfen und unterstützen. Uns macht die Zusammenarbeit großen Spaß und sie vermittelt Hoffnung. Wir gehen davon aus, dass wir nach Ende der Studie genug Daten gesammelt haben werden, um dafür zu sorgen, dass die Erkrankung „Mastzellaktivierungssyndrom“ anerkannt wird. Wir erhoffen uns ein umfassenderes Wissen über unsere Krankheit und einen eigenstänndigen ICD-10-Code. Wir sind davon überzeugt, dass wir diese Ziele erreichen werden.

Exklusives Interview mit "MC Sciences"

Der MCAS Hope e.V. hatte die Gelegenheit, ein Interview mit Wolfgang Taumann, dem CEO des Pharmaunternehmens „MC Sciences“, das an neuen Therapieoptionen für das Mastzellaktivierungssyndrom arbeitet, zu führen.

Seit wann existiert das Unternehmen und was ist ihre Zielsetzung? Was zeichnet MC Sciences als Unternehmen aus?

Das Unternehmen MC Sciences wurde vor etwa 5 Jahren gegründet durch Herrn Prof. Molderings und mich selbst. Unsere Zielsetzung besteht darin, neuartige Therapien für Mastzellerkrankungen zu entwickeln. Die Grundlage für diese neuartigen Therapien sind 25 Jahre Erforschung der Biologie von Mastzellen sowie klinische Praxis in der Behandlung von Mastzellpatienten.

Wir von MC Sciences sind ein Team von Mastzellforschern, die gemeinsam mit unseren Partnern vor allem aus Leidenschaft die Erforschung der neuen Therapieplattform voran treiben mit der Zielsetzung, dass endlich für Millionen von leidenden Menschen eine bessere Therapiemöglichkeit in der Zukunft zur Verfügung stehen wird. Bei MC Sciences werden im Vergleich zu anderen Start-Up Unternehmen keine Gehälter bezahlt, wir arbeiten ehrenamtlich und aus Leidenschaft für unsere Zielsetzung. Unsere Business Angel Investitionen setzen wir durchgehend für die Durchführung der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ein – und sind sehr dankbar, dass wir ein sehr hoch-motiviertes und loyales Netzwerk von Partnerunternehmen und – Instituten haben.

Auf Ihrer Website sprechen Sie von einer neuartigen und erstklassigen Plattform. Können Sie uns zu dieser Plattform mehr verraten?

Mehr als auf unserer Website steht, darf ich natürlich nicht verraten und es unterliegt der strikten Vertraulichkeit. Unsere neuartige und einzigartige Plattform beruht auf der Entdeckung von neuen biologischen Eigenschaften der Mastzelle, was aus unserer Sicht die neuen Therapiemöglichkeiten besonders attraktiv macht.

Der Leidensdruck von Patienten ist sehr hoch. Wir bekommen immer wieder Anfragen von Patienten, wann sie an klinischen Studien teilnehmen können. Wie lange wird es dauern bis Patienten sich darauf freuen können?

Grundsätzlich ist der Prozess der Medikamentenentwicklung ein sehr langer Weg. Beginnend mit fortgeschrittenen Forschungsarbeiten bis zu den erforderlichen und überwiegend auch gesetzlich vorgeschriebenen industriellen präklinischen Arbeiten, dauert es in der Regel mehrere Jahre bis aus einer chemischen Substanz ein Medikament wird, welches dann eventuell am Menschen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen klinischen Phasen I bis III evaluiert werden kann. Sehr viele akademische Projekte schaffen bereits nicht die Hürde zu einem „industriellen“ präklinischen Projekt und leider scheitern sogar auch vielversprechende Medikamente dann doch in den klinischen Phasen am Menschen. Wir sind optimistisch, dass wir erfolgreich sein werden, allerdings können wir in diesem Stadium keine Aussage zu einer Zeitleiste machen, sicherlich wird es noch einige Jahre dauern.

Was macht Sie dennoch optimistisch, dass Ihre bisherigen Entwicklungsergebnisse es bis zu einem klinisch zugelassenen Medikament schaffen werden?

Wir sind sehr zuversichtlich, da wir bereits wichtige Erfolge in der präklinischen Entwicklung erzielen konnten, die starke Hinweise darauf geben, dass auf Basis von unserem Spektrum an Molekülstrukturen sich effektive und sichere Medikamente entwickeln lassen können. Selbstverständlich gibt es hierfür allerdings keine Garantie. Im Vordergrund unserer Medikamentenentwicklung stehen vor allem neu entdeckte biologische Merkmale der Mastzelle, die für Pharmaunternehmen sehr interessant sein sollten, da sich auf Basis dieser neuen biologischen Merkmalen eine ganze Therapieplattform mit mehreren Medikamenten für eventuell unterschiedliche Erkrankungen entwickeln lassen können.

Was wird über den Erfolg von MC Sciences entscheiden?

Medikamentenentwicklung ist primär vor allem sehr teuer und bis zu einem zugelassenen Medikament werden häufig Investitionen in mindestens 3-stelliger Millionenhöhe benötigt. Der Erfolg von MC Sciences und ob aus unseren bisherigen präklinischen Entwicklungsarbeiten ein Medikament entstehen wird, haben wir nicht selbst in der Hand – hierfür benötigen wir ein großes Pharmaunternehmen oder ein Konsortium aus Pharmaunternehmen und Life Sciences Investoren, die von der Bedeutung, der Erfolgswahrscheinlichkeit und dem Marktpotenzial von MC Sciences überzeugt sind. Drücken Sie uns die Daumen, dass uns dieses gelingen wird.

Uns erreichen immer wieder Fragen, wie wir als MCAS Hope die Mission von MC Sciences unterstützen können?

MCAS Hope leistet tolle Arbeit und verdient unsere höchste Anerkennung. Helfen kann der MCAS Hope mit „Weiter So Machen“ und vor allem die Aufklärung weiter vorantreiben über die starke Verbreitung von MCAS und dessen starke Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, unser Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft durch zunehmende Arbeitsausfälle. Je mehr unser Gesundheitssystem, die Politik und die Pharmaindustrie die Bedeutung von Mastzellerkrankungen erkennt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch in die Entwicklung von neuen Therapiemöglichkeiten investiert wird.

Haben Sie noch letzte Worte, die Sie gerne an uns richten möchten?

Unser großes Ziel ist es, neuartige Therapiemöglichkeiten für Mastzellpatienten zu ermöglichen und dieser Zielsetzung widmen wir uns mit all unserer Energie. Wir bitten alle Patienten, die uns anschreiben, um Verständnis, dass wir ein Pharmaunternehmen sind und wir aus rechtlichen Gründen keine medizinische Beratung oder Informationen bereitstellen. Dieses steht auch sehr ausdrücklich auf unserem Kontaktformular. Aus diesem Grund bleiben Anfragen von Patienten auch unbeantwortet.

Zusammenarbeit des ifid-Instituts der FOM Hochschule Düsseldorf und MCAS Hope e.V. startet

Das ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung der FOM Hochschule in Düsseldorf und der MCAS Hope e.V. starten ab sofort eine Kooperation auf dem Gebiet der Systemmedizin. Das Vorhaben zur Untersuchung des als seltene Krankheit geltenden Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) wird unterstützt durch die Uniklinik RWTH Aachen unter der Leitung von Dr. med. Jens Panse.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ifid unter der Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Buchkremer verfügen bereits über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Big Data und Systemmedizin. Zu den am Institut entwickelten Tools und einem weit reichenden Portfolio an technischen Tools in der Cloud gesellt sich seit März 2020 der Zugang zu einem Quantencomputer.

Das Kooperationsvorhaben starten mit einem Projektkurs im Master-Studiengang Big Data & Business Analytics (MBB). Etwa ein Dutzend Studierende werden bis August verschiedene Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Mastzellaktivierungssyndroms erforschen, um Betroffenen, behandelnden Ärzten aber auch interessierten Wissenschaftlern mit Informationen und neuen Erkenntnissen zu helfen, die sich im Dickicht der unzähligen weltweiten medizinischen Veröffentlichungen und klinischen Daten verbergen.

Für Prof. Dr. Buchkremer und den MCAS Hope e.V. ist dies der Auftakt einer längeren Zusammenarbeit, die ideal zu den Zielen beider Einrichtungen passt.

Die Präsentation der Ergebnisse des Big-Data-Consulting-Projekts wird im Rahmen eines Webinars des MCAS Hope e.V. geschehen und später den Mitgliedern und Kooperationspartnern zugänglich sein.

Zusätzlich ist vorgesehen, die Erkenntnisse in wissenschaftlichen Fachjournalen zu publizieren.

Die Studie trägt den Namen „Magellan-Studie“ und wurde nach dem postugiesichen Seefahrer Ferdinand Magellan benannt, der im Jahre 1519 die erste Weltumsegelung in der Geschichte antrat, die letztlich die bahnbrechende Erkenntnis erbrachte, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist. Durch unser Projekt erhoffen wir uns ähnlich bahnberechende Erkenntnisse bzgl. des Mastzellaktivierungssyndroms, die hoffentlich die Sicht auf diese Erkrankung nachhaltig verändern werden.

Eine solch groß angelegte wissenschaftliche Studie verursacht natürlich auch Kosten. Helfen Sie uns und unseren Kooperationspartnern dabei, das Projekt umsetzen zu können. Jeder Euro zählt! Spenden können Sie ganz bequem über die Spendenplattform „betterplace.org“ oder über den „Spenden“-Button auf unserer Homepage.

Link zu unserem Spendenaufruf auf „betterplace.org“:

Helfen Sie uns dabei, MCAS-Patienten von ihrer Dauerisolation zu befreien!

Als gemeinnütziger Verein möchte der MCAS Hope e.V. Betroffene, Angehörige und behandelnde Ärzte bei der Bewältigung dieser Erkrankung unterstützen und zudem für die Forschung auf dem Gebiet des Mastzellaktivierungssyndroms eine Art Katalysator-Funktion einnehmen. Damit dies auch in Zukunft gelingen kann, freut sich der Verein MCAS Hope e.V. über jedes neue Mitglied und jeden, der den Verein in seinen Zielen unterstützen möchte.

Der Vorstand des MCAS Hope e.V.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PGRpdiBjbGFzcz0iX2JybGJzLWZsdWlkLXdpZHRoLXZpZGVvLXdyYXBwZXIiPjxpZnJhbWUgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9EUktfZmRPQmF0SSIgd2lkdGg9IjU2MCIgaGVpZ2h0PSIzMTUiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW49ImFsbG93ZnVsbHNjcmVlbiI+WW91ciBicm93c2VyIGRvZXMgbm90IHN1cHBvcnQgaWZyYW1lcy4mbmJzcDs8L3A+CjxwPiZuYnNwOzwvcD4KPHA+PC9pZnJhbWU+PC9kaXY+

"MC Sciences" Statement - Zusätzliche Therapieoptionen bei COVID-19

Die Verantwortlichen des Unternehmens „MC Sciences“ haben einen interessanten Artikel zur Rolle von Mastzellen bei viralen Erkrankungen wie COVID-19 veröffentlicht. Das Fazit: Mastzellorientierte Therapieansätze könnten als zusätzliche Behandlungsmaßnahmen bei ausgewählten Patientengruppen, die am Coronavirus erkrankt sind, hilfreich sein. Hier der Link zum Artikel:

MC Sciences Statement – COVID-19 Additional Treatment Options

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Molderings, Gerhard J. / Britta Haenisch / Stefan Brettner / Jürgen Homann / Markus Menzen / Franz Ludwig Dumoulin / Jens Panse / Joseph Butterfield / Lawrence B. Afrin (2016): Pharmacological treatment options for mast cell activation disease, in: Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology, Jg. 389, Nr. 7, S. 671–694, doi: 10.1007/s00210-016-1247-1.
Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4903110/

Pöhlau, Dieter / Martin Raithel / Britta Haenisch / Sabrina Harzer / Gerhard J. Molderings (2015): Neurologische und psychiatrische Symptome der systemischen MCAD, in: NeuroTransmitter, Jg. 26, Nr. 9, S. 46–50, doi: 10.1007/s15016-015-0694-0.
Link: https://www.springermedizin.de/neurologische-und-psychiatrische-symptome-der-systemischen-mcad/9319046

Afrin, Lawrence (2013): Presentation, diagnosis, and management of mast cell activation syndrome, in: Mast Cells: Phenotypic Features, Biological Functions and Role in Immunity, S. 155-232.
Link: https://journals.co.za/content/caci/27/3/EJC157486

Valent, Peter / Cem Akin / Michel Arock / Knut Brockow / Joseph H. Butterfield / Melody C. Carter / Mariana Castells / Luis Escribano / Karin Hartmann / Philip Lieberman / Boguslaw Nedoszytko / Alberto Orfao / Lawrence B. Schwartz / Karl Sotlar / Wolfgang R. Sperr / Massimo Triggiani / Rudolf Valenta / Hans-Peter Horny / Dean D. Metcalfe (2012): Definitions, Criteria and Global Classification of Mast Cell Disorders with Special Reference to Mast Cell Activation Syndromes: A Consensus Proposal, in: International Archives of Allergy and Immunology, Jg. 157, Nr. 3, S. 215–225, doi: 10.1159/000328760.
Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22041891

Molderings, Gerhard J / Stefan Brettner / Jürgen Homann / Lawrence B Afrin (2011): Mast cell activation disease: a concise practical guide for diagnostic workup and therapeutic options, in: Journal of Hematology & Oncology, Jg. 4, Nr. 1, doi: 10.1186/1756-8722-4-10.
Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3069946

Molderings, G. J. / F. L. Dumoulin / J. Homann / B. Sido / J. Textor / M. Mücke / G. J. Qagish / R. Barion / M. Raithel / D. Klingmüller / V. S. Schäfer / H. J. Hertfelder / D. Berdel / G. Tridente / L. B. Weinstock / L. B. Afrin (2020): Adrenal insufficiency is a contraindication for omalizumab therapy in mast cell activation disease: risk for serum sickness, in: Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology, doi: 10.1007/s00210-020-01886-2.
Link: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00210-020-01886-2