Iss dich gesund – gilt das auch für die Mastzellen?

05 Mrz 2022

#wasNinaChenhilft

Unsere Nina Chen hat sich intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigt. Sie möchte euch an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen – eine wunderbare Idee!

Im ersten Teil der Reihe #wasNinaChenhilft geht es um die Frage, ob das Sprichwort „Iss dich gesund!“ auch für die Mastzellen gilt. Ninas Antwort auf diese Frage lautet…

Ja!

Du kannst mit der Art und Weise deiner Ernährung einen großen Beitrag dazu leisten, dass sich deine Mastzellen entspannen. Genauer sind es aber drei Säulen, mithilfe derer du deine Gesundheit maßgeblich beeinflussen kannst. Diese sind:

  • deine Ernährung,
  • die Bewegung,
  • dein Mindset (inkl. Atemtechniken, Entspannungsübungen etc.).

Das autonome Nervensystem und die Mastzellen

Das autonome Nervensystem wacht über alle lebensnotwendigen Grundfunktionen des Körpers. Es ist Tag und Nacht aktiv und steuert alle unwillkürlich ablaufenden, automatischen Funktionen wie Herzschlag, Verdauung und Atmung, die Höhe des Blutdrucks sowie die Blasentätigkeit.

Das autonome Nervensystem wird in zwei Bereiche unterteilt: in das sympathische (Sympathikus) und das parasympathische Nervensystem (Parasympathikus), welche in entgegengesetzter Weise auf die Organe wirken.

Der Sympathikus macht uns schnell, leistungsfähig und aktiv. Doch er ist nicht nur dafür da, unseren Körper zu aktivieren, sondern auch dafür, in Stresssituationen die weniger wichtigen Körperfunktonen zu unterdrücken. Das heißt, ist unser Sympathikus aktiv, verlangsamen sich Prozesse wie unsere Verdauung oder unser Harndrang.

Der Parasympathikus hingegen stimuliert die Drüsen und Muskeln im Verdauungstrakt, stoppt Entzündungsprozesse, bremst Stresshormone und sorgt für die Regeneration der Zellen [1] sowie den Aufbau von Energiereserven.

Bei dauerhaft anhaltendem Stress – sei es durch chronische Schmerzen oder körperliche Überreaktionen aufgrund aktivierter Mastzellen – ist die Balance zwischen den beiden Systemen oftmals gestört, was die Fähigkeit des Wechselns vom Stress- in den Erholungsmodus verhindert. Dies jedoch ist der entscheidende Faktor für unsere Regulationsfähigkeit und damit für unsere Gesundheit. [2] Ein gutes Entspannungsprogramm hierfür hat extreme Auswirkungen auf die Mastzellen, und die Darmgesundheit wiederum wirkt sich deutlich auf die Entspannungsfähigkeit aus. [3] 

Der Darm und die Mastzellen

In einem gestörten Darmmilieu liegen immer auch unterschwellige Entzündungen vor, ausgelöst durch degranulierte Mastzellen. Diese beeinflussen deine Schmerzsensitivität und machen dich empfänglich für weitere Trigger.

Eine pflanzenbasierte, basische Kost in Kombination mit guten, Omega-3-reichen Ölen wirkt stark antientzündlich. Sie liefert dem Körper, welcher unter Stress mehr Mineralien und Vitamine benötigt, das nötige „Baumaterial“, um ihn zu entgiften und zu reparieren. Gleichzeitig erhöhst du durch die Aufnahme von pflanzlichen Nahrungsmitteln deinen Ballaststoffanteil, womit du deinen Darm zu mehr Bewegung antreibst. Damit unterstützt du deinen für die Darmperistaltik verantwortlichen Parasympathikus ein wenig bei seiner Arbeit.

Warum reite ich immer auf dem grünen Gemüse herum?

Das hat unter anderem folgenden Grund: Ich erhöhe mit grünem Gemüse die Menge an basischen Mineralien wie Calcium, Kalium und Magnesium und bekomme gleichzeitig alle wunderbaren Vitamine sowie sekundären Pflanzenstoffe direkt mitgeliefert.

Hier einige wichtige Funktionen dieser Mineralien

Das basische Mineral Calcium reguliert unter anderem die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen. Man hat herausgefunden, dass Mastzellen in einer calciumreichen Umgebung nicht so schnell degranulieren können. Durch eine calciumreiche Umgebung wird nicht so viel Histamin in Umlauf gebracht. Calcium „dichtet die Wände ab“, sodass keine großen Mengen an Histamin ins Gewebe übertreten können. Dadurch können histaminbedingte Symptome deutlich abgemildert werden.

Zusammen mit Calcium ist das basische Mineral Magnesium hauptverantwortlich für eine normale Muskelfunktion – also Anspannung und Entspannung des Muskelapparats. Magnesium hat aber noch zahlreiche weitere Aufgaben im Körper – es aktiviert etwa 300 Enzyme im Stoffwechsel. Sehr bedeutend ist die Beteiligung an der Energieproduktion. Fehlt Magnesium, wird man schlapp, müde und hat das Gefühl, der Alltag würde einen überfordern.

Magnesium ist außerdem für die Funktionsweise der Diaminoxidase (DAO) erforderlich, welches dafür verantwortlich ist, Histamin im Körper abzubauen. Magnesiummangel hingegen führt dazu, dass dieses Enzym nicht mehr ordentlich funktioniert. In der Folge kann das Histamin nicht abgebaut werden, weshalb letztlich mehr Histamin im Körper anfällt. Vitamin C ist ein wichtiger Cofaktor der DAO: Es wird benötigt, damit das Enzym richtig funktioniert.

Magnesium wirkt entzündungshemmend, was für uns MCASler extrem wichtig ist. Es erhöht die Leistungsfähigkeit, fördert den Muskelaufbau, unterstützt die körpereigene Entgiftung, ist am Knochenaufbau beteiligt und entspannt die Muskulatur der Blutgefäßwände, was sich vorteilhaft auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Zudem kann durch Magnesium Vitamin D besser aufgenommen und aktiviert werden.

Die wichtigsten Quellen für Calcium und Magnesium sind grüne Gemüse, Haferflocken sowie Kerne und Samen. Gute Vitamin-C-Quellen für MCASler sind Petersilie, Paprika (rot), Brokkoli, Fenchel, Blumenkohl, Löwenzahn, Acerola, Hagebutte, schwarze Johannisbeere und Apfel.

Raus aus der Abwärtsspirale der Mastzellaktivierung – meine Art von Ernährung

Meine Basis ist ein pflanzenbasiertes, möglichst vielseitiges, darmschonendes Programm, welches vornehmlich entzündungshemmend wirkt, den Blutzucker stabil hält und den pH-Wert des Körpers ins Gleichgewicht bringen soll. Ich esse viele vollwertige und industriell unverarbeitete Nahrungsmittel, allen voran rohes Gemüse und basenbildende grüne Gemüsesäfte sowie gute, Omega-3-reiche Fette. Täglich verwende ich antientzündlich wirkendes Kurkuma und trinke viel Wasser und Kräutertee.

Darüber erzähle ich euch gerne bald mehr.

Eure Nina Chen