Wasser – Ein natürliches Antihistaminikum

29 Nov 2021

Unsere liebe Nina Chen hat sich Mühe gegeben und einen äußerst lesenswerten Blogartikel darüber verfasst, wie sich Wasser auf unsere Gesundheit auswirkt. Viel Spaß beim Lesen. Und vergesst nicht: Viel trinken! (:

Es ist so einfach und doch so schwer: Viel klares Wasser über den Tag zu trinken. 

Bei so vielen Möglichkeiten, Histamin im Körper abzubauen z.B. durch Antihistaminika oder Nahrungsergänzungsmittel, vergessen wir oft die grundlegendste und einfachste Option, die für jeden leicht zugänglich ist: Wasser trinken.

Wir bestehen zu ca. 65 % aus Wasser. Daher spielt Wasser auch eine überaus wichtige Rolle für alle Körpervorgänge. Es sind ca. 2 Liter, die wir pro Tag durch Schweiß und Harn ausscheiden, die wir wieder auffüllen müssen.

Wasser ist wichtig!

  • als Baustoff ist es Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten.
  • als Lösungsmittel ist es erforderlich für Stoffwechselabläufe und Transportvorgänge.
  • als Reaktionspartner nimmt es an biochemischen Reaktionen teil.
  • als Kühlmittel der Körpertemperatur kühlt es den Körper beim Schwitzen ab.

Ein Wassermangel kann zu schwerwiegenden, manchmal irreparablen Schäden des Organismus führen. Zu wenig Wasser in der Ernährung verschlechtert zunächst die Fließeigenschaften des Blutes, Abbauprodukte können nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden, Muskeln und Gehirn werden nicht mehr optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. 

Eine besondere Bedeutung erhält Wasser für alle MCAS-Patienten und für alle Menschen, die an einer Histaminintoleranz leiden. Histamin ist wasserlöslich! Wasser funktioniert daher als ein natürliches Antihistaminikum! Am besten trinkst du über den Tag verteilt zwischen den Mahlzeiten stilles Wasser. So kannst Du ganz natürlich Deinen Histaminspiegel senken. Empfohlen werden ca. 35ml pro kg Körpergewicht. Von kohlensäurehaltigen Getränken wird bei MCAS und Histaminintoleranz abgeraten. 

Zu wenig Wasser im Körper kann außerdem zu einer erhöhten Histaminausschüttung im Körper führen.

Wasser ist sozusagen die Superpower, der Stoff des Lebens ohne den nichts im Körper läuft!

1. Für unser Blut: Blut besteht aus 90 Prozent Wasser. Trinken wir zu wenig, wird das Blut dickflüssiger und unser Blutdruck steigt an. 

2. Für unser Gehirn: Unser Gehirn besteht zu 70% aus Wasser. Genügend Wasser zu trinken hilft dir, dich besser zu konzentrieren und hält dich wach und erhöht deine Gehirnleistung. Wenn du nicht genug Wasser trinkst und dein Körper dehydriert, wirkt es sich tatsächlich auf dein Gehirn in mehrfacher Hinsicht aus. Es beeinflusst deine Stimmung und reduziert deine kognitiven und motorischen Fähigkeiten. Es macht deinen Körper empfindlicher gegen Schmerzen und kann dein Gedächtnis beeinträchtigen.

3. Für unser Immunsystem: Genügend Wasser zu trinken stärkt unser Immunsystem in zweifacher Weise: erstens hilft es dabei, Sauerstoff zu allen Zellen deines Körpers zu transportieren. Zweitens spült es schädliche Giftstoffe aus deinem Körper spülen (DETOX) und hilft somit Deinem Körper, Keime und Krankheiten abzuwehren.

4. Für die Muskeln: Auch die Muskeln leiden unter einer unzureichenden Wasserzufuhr. Denn Wasser wird benötigt, um die Muskulatur mit Elektrolyten zu versorgen. Sind keine Elektrolyte vorhanden, können deine Muskeln schwerer bewegt und kontrahiert werden. Wasser dient ihnen auch als Baustoff.

5. Für die Gelenke: Die Knorpelschicht, die schützende Substanz der Gelenke besteht ebenfalls zu 80 % aus Wasser und trägt dazu bei, dass die Gelenke für ihre Bewegung entsprechend abgefedert werden. Die Spannkraft und die Belastbarkeit des Knorpels wächst mit dem Flüssigkeitsgehalt. Gelenkschmerzen können daher als Folge eines Wassermangels entstehen.

6. Für die Bandscheiben: Die Bandscheiben dämpfen Stöße ab und sorgen ebenfalls für die Beweglichkeit des Körpers. Dabei bestehen sie aus einem derben Gewebsring und einem gallertartigen Kern. Dieser besteht zu 80-85 % aus Wasser und ist verformbar, weshalb die Bandscheiben als Stoßdämpfer der Wirbelsäule fungieren.

Im Laufe des Tages verlieren die Bandscheiben immer mehr Wasser, weil unser Körpergewicht es aus ihnen herauspresst. Bei einer Dehydratation sinkt der Wassergehalt der Bandscheibe zusätzlich. 

Erstens kann die Bandscheibe dadurch Stöße nicht mehr so gut dämpfen, was zu Verschleißerscheinungen führen kann, die letztlich Rückenschmerz auslösen können. Zweitens verlieren die Bandscheiben durch Wassermangel an Höhe. Die Wirbel rücken dadurch näher zusammen und es kann zur Reizung der Nervenfasern kommen, was wiederum zu Rückenschmerz führen kann.

7. Für die Leber: Unsere Entgiftungszentrale funktioniert mit Wasser. Viel Flüssigkeit in Form von Wasser ist für eine gesunde Leber wichtig. Unser Körper braucht Flüssigkeit, um die Giftstoffe zur Leber zu transportieren. Je mehr Flüssigkeit man also zu sich nimmt, desto schneller kann die Leber den Körper auch reinigen.

8. Für unsere Haut: Waser wird dringend für die Funktionsfähigkeit unserer Schweißdrüsen benötigt. Wasser ist auch ein echter Beautydrink! Es versorgt alle unsere Zellen mit Sauerstoff, bügelt kleine Fältchen glatt und lässt die Haut jünger und frischer wirken. Wer Wasser trinkt, fördert also die Vitalität seiner Haut. Schon etwa zehn Minuten nach dem Trinken wird die Haut besser durchblutet, mit mehr Sauerstoff versorgt und so der Hautstoffwechsel angekurbelt.

Wassermangel kann eine wichtige Mitursache vieler chronischer Erkrankungen sein und vielfältige Symptome verursachen. Meist denkt man bei diesen Symptomen und Anzeichen nicht im Ansatz an einen Wassermangel, sondern doktert mit allerlei Hilfsmitteln daran herum, im schlimmsten Fall mit Medikamenten. Dabei könnte die „Therapie“ oft ganz einfach sein: Regelmäßig ein Glas Wasser trinken!

  • Bei chronischer Müdigkeit und Konzentrationsschwäche mehr Wasser trinken
  • Bluthochdruck kann ein Zeichen für Wassermangel sein
  • Bei Kopfschmerzen 
  • Trinke bei geschwächtem Immunsystem und erhöhter Infektanfälligkeit mehr Wasser
  • Bei chronischer Verstopfung unbedingt mehr Wasser trinken
  • Ein schlechtes Hautbild kann auf Wassermangel hindeuten
  • Bei Heißhunger auf Süßes erst einmal Wasser trinken
  • Häufige Harnwegsinfekte sowie Blasen- und Nierensteine können Anzeichen für Wassermangel sein
  • Verdauungsbeschwerden 

Natürlich ist Wasser trinken nicht die Lösung für alle MCAS Symptome, aber ich möchte hier mal eine Lanze brechen für dieses so simple und günstige Antihistaminikum, welches schon einmal den Nährboden bereiten kann für eine bessere Darmgesundheit, für mehr Konzentration und weniger Schmerzen.

Ich habe es mir angewöhnt, direkt nach dem Aufstehen ein, zwei große Gläser warmes Wasser zu trinken.

So kann ich schon am Morgen meinem Körper etwas Gutes tun, indem so mein Wasserreservoire wieder aufgefüllt wird, die Verdauung angeregt wird und vor allem, Giftstoffe ausgeschwemmt werden können.

Na dann: Prost – auf ruhige Mastzellen!

Eure Nina